Wirtschaftsgebäude und Kapelle der Burg Lichtenberg

Tafeln 3, 4

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Um die Versorgung der Burg­mann­schaft und Schutz­su­chen­den zu gewähr­leis­ten, mussten auch Kel­ler und Küchen angelegt werden. Zu diesem Zweck wurden die drei hier noch sichtbaren Kellerräume eines Wohnhauses zum Teil aus dem gewachsenen Muschel­kalk­fel­sen mittels Hammer und Meißel herausgeschlagen. Angelehnt an die 1,40 m dicke Ringmauer der Kernburg befand sich auf der Ost­sei­te (rote Markierung im Plan. Ganz rechts Nr. 5) ein ton­nen­ge­wölb­ter Keller mit den Innenmaßen von 9,00m x 5,30m und einem Belüftungsschacht. Hier wird die Kapelle vermutet (Siehe dort). Nach Westen hin anschließend befanden sich ein weiterer Raum und eine Küche mit zwei Herd­stel­len in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bergfried.

Zahlreiche Umbaumaßnahmen wäh­rend des Mittelalters zeigen immer wieder geänderte Zugänge und lassen auf unterschiedliche Nutzung dieses Gebäu­de­kom­plexes schließen.

Wirtschaftsräume besaßen neben den Wehrbauten eine wichtige Funktion, denn hier wurden die für ein Leben auf der Burg wichtigen Materialien und Nahrungsmittel, vor allem auch für den Be­la­ge­rungs­zu­stand gelagert. Derzeit lassen sich allerdings auf der Burg Lichtenberg keine Bauteile solchen Gebäuden zuordnen. Die heute gängigen Zuordnungen sind nicht gesichert.

Dass auch im Mittelalter Kinder auf der Burg lebten, zeigt der Fund einer tönernen Ritterfigur zu Pferde.

Die Bauten über den Kellern waren vermutlich in Fach­werk­bau­weise errichtet.

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