Die Sperrmauer

Holger Dussberg

Wie auf größeren Burgen üblich, legte man auch auf dem Lichtenberg großen Wert darauf, dass ein Angreifer auf dem Weg zum Haupttor die Kernburg teilweise oder vollständig umrunden musste. Durch Sperrmauern mit starken Toren und einem Zwingerbereich, versuchte man den direkten Zugang zum Haupttor der Kernburg zu verzögern.

Der Weg zur Kernburg führte, wie auf fast allen Burgen nachweisbar, im Uhrzeigersystem um den inneren Bereich herum. So musste ein Angreifer oder Besucher stets seine schildentblößte Seite den Verteidigern preisgeben.

Auf dem Lichtenberg lassen sich bislang 5 Tore mit den entsprechenden Sperrmauern nachweisen.

Der Weg über die Vorburg zum Haupttor. Beim Bau des heutigen Hotels, wurde nach dem Abbruch des im vorletzten Jahrhunderts errichteten "Musikpavillons" ein Gewölberest freigelegt. Unmittelbar davor konnten drei Sperrmauern dokumentiert werden. Die mittlere, im Plan rot gekennzeichnete Mauer kann aufgrund der archäologisch belegten Gegebenheiten als derzeit älteste Mauer auf der Burg angesprochen werden und ist somit nicht in die Zeit Heinrich des Löwen zu datieren.  

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